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  • Fr, 15.06.2012 | 19:30 Uhr: Dienst

Hauptversammlung 2011

 

 

Die Gesamtstärke der Freiwilligen Feuerwehr Köngen lag zum Jahresende 2010 bei 82 Angehörigen, davon gehören 50 Aktive der Einsatzabteilung an. Am Freitagabend war die Mehrzahl davon zur Hauptversammlung in das Haus der Feuerwehr gekommen.

Kommandant Herbert Wanke berichtete von den Einsätzen in 2010. Insgesamt wurde die Wehr 49-mal gerufen – im Jahr zuvor waren es 29 Einsätze. Die Einsätze teilen sich fast je zur Hälfte in Hilfeleistungen und Brandeinsätze auf. 

Ein ausgesprochen schwieriger und zeitaufwendiger Einsatz der Köngener Wehr war ein Lkw-Unfall auf der B 313 im April letzten Jahres. Ein Sattelzug war ins Schleudern geraten, umgekippt und der Fahrer wurde eingeklemmt. Dessen Befreiung gemeinsam mit der Wendlinger Wehr war äußerst schwierig.

Spektakulär war auch ein Einsatz im März. Zunächst waren alle Beteiligten davon ausgegangen, dass es sich bei einem Mineralabfall auf einem Köngener Sammelplatz um radioaktives Material handelt. Die Köngener Wehr wurde gerufen, die Strahlenschutzgruppe aus Kirchheim. Am Ende eines aufwendigen Einsatzes kam die Entwarnung: Defekte Messgeräte hatten falschen Alarm ausgelöst.

Neben den regelmäßigen Übungsdiensten leisteten Mitglieder der Wehr zahlreiche Fortbildungen ab. Am Ende konnten Jochen Seebich zum Oberlöschmeister, Andreas Weger zum Löschmeister und Philipp Zaiser zum Oberfeuerwehrmann befördert werden.

Aus dem Bericht des Kommandanten wurde aber auch deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Wehr ist. Zahlreiche gemeinsame Aktionen unterstützten dies auch im vergangenen Jahr.

Leise Kritik übte Köngens Kommandant an der Kürzung der Mittel für die Feuerwehr. Die Feuerwehr sei nicht irgendein Verein. Wenn es eng werde, sei man stets zur Stelle. Bei allem Verständnis für die Haushaltslage hätte Wanke sich aber doch gewünscht, in vorbereitende Gespräche eingebunden zu werden.

Köngens Bürgermeister Hans Weil konterte diese Kritik in seinem Grußwort mit dem Hinweis, stets fair miteinander umgegangen zu sein. Die Gemeinde sei froh, eine ausgezeichnete, funktionierende Wehr zu haben. Das Feuerwehrmagazin könne sich sehen lassen. Den Wunsch nach einer neuen Küche habe man vernommen. Mittelfristig sei vorgesehen, den Kauf eines Gerätewagens Logistik zu tätigen. Ab 1. März 2011 gebe es eine grundlegende Änderung: für die Aufgaben des Gerätewartes wird bei der Wehr eine Halbtagsstelle eingerichtet. Für Weil ist das eine gute Basis, mit der auch der Kommandant entlastet werden könne.

Den Berichten von Jugendleiter Philipp Hilss über die 18 Mann starke Nachwuchstruppe folgte der Bericht der Altersabteilung durch Hans Zimmermann. Oliver Röcker legte erstaunliche Zahlen der First-Responder-Gruppe vor: 272 Einsätze wurden in einem Jahr geleistet. Thomas Kuttler berichtete über die Kassenlage.

Beim Punkt Neuwahlen wurde die Führungsgruppe um Kommandant Herbert Wanke mit seinen Stellvertretern Dietmar Albrecht und Volker Koch erneut bestätigt.

Das goldene Feuerwehrehrenabzeichen aus der Hand von Kreisbrandmeister Dittrich gab es für Jürgen Albrecht, der 50 Jahre aktiven Dienst in der Wehr geleistet hat. Bis 2009 war er als Gerätewart im Einsatz. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Martin Bunz ausgezeichnet.

Das Bild entstand bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Köngen und zeigt von links: Martin Bunz, Dietmar Albrecht, Marianne Bunz, Jürgen Albrecht, Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich, Volker Koch, Kommandant Herbert Wanke und Bürgermeister Hans Weil.

 

 

Quelle: Bericht Wendlinger Zeitung von Christa Ansel vom 21.02.2011